Digitale Kunst
Als Digitale Kunst werden Werke bezeichnet, die in irgendeiner Form mit elektronischen Medien hergestellt wurden. Dazu können Grafikprogramme, Roboter oder auch elektronische Darstellungsformen dienen. Fast alles, was mithilfe von Hard- und Software sowie verschiedenen Ausgabemedien erzeugt wird, gilt als Digitale Kunst. Deshalb ist der Begriff der Digitalen Kunst auch an die Entwicklung unterschiedlicher Technologien gebunden.
Das heißt, dass fortschrittliche Technologien die Möglichkeiten dieser noch jungen Kunstform ständig erweitern. Ein Beispiel: Während Grafikprogramme in den neunziger Jahren noch in den Kinderschuhen steckten, können heutzutage Bilder ‘gemalt’ werden, denen es nicht mehr anzusehen ist, dass sie aus dem Computer stammen. Derzeit ist die 3D Technik in aller Munde: Mit der Darstellung von dreidimensinalen Räumen und Objekten befasst sich die GFX Kunst. ‘GFX’ steht für Graphical Effects und wird hauptsächlich im Bereich von Spielegrafik verwendet. Digital interessierte Künstler entdeckten dann die Möglichkeiten von komplexer Software und wendeten sie auf die Erzeugung künstlerischer, virtueller Objekte an.
Doch ebenso im Bereich zweidimensionaler Darstellung werden oft Computer eingesetzt. Auch Projektionen, die mithilfe von Lasern ein Bild an eine Fläche werfen, gehören dazu. Jedoch muss zwischen dem Computer als bloßes Hilfsmittel und einem elektronischen Medium als solches unterschieden werden. Im ersten Fall werden digitale Medien als Werkzeug oder Hilfsmittel gebraucht. Im zweiten Fall sind digitale Medien das künstlerische Objekt, also die Kunst selbst.
Die Möglichkeiten digitaler Kunst sind enorm: Ob Software, Hardware, Robotik, Lasertechnik oder LED-Technologie – Digitale Kunst bestimmt die Methoden, wie Kunst zu Stande kommen kann, neu. Und manchmal ist die Technologie das Kunstobjekt: Ein Programm beispielsweise, dass von einem Menschen geschrieben wird, kann durchaus ästhetischen Gesichtspunkten folgen. Die eigentlichen Funktionen des Programms stehn dann nicht mehr im Vordergrund. Die Ästhetik des Quellcodes, das sind die Zeichen, die die Zeilen füllen, löst den funktionalen Aspekt des Programms ab. Das gleiche Prinzip ist auf elektronische Musik anwendbar: Hier kann die Komposition ästhetische sein, jedoch wird der Computer in diesem Fall als Werkzeug benutzt.
März 25th, 2012 14:18
[...] Die Schwarz-Weiß-Fotografie stellt heutzutage ein spezielles Genre der Fotografie dar. Die resultierenden Bilder beinhalten keinerlei Farbnuancen, sondern werden in reinen Graustufen von schwarz bis weiß abgebildet. War die Schwarz-Weiß-Fotografie seid Entstehung der Fotografie das einzig Machbare, so ist sie gegenwärtig eine hauptsächlich künstlerische Ausdrucksart. [...]