Performance Kunst

Perfomance Kunst ist eine relative neue Stilrichtung im Bereich der bildenenden oder darstellenden Kunst, die meist handlungs- oder situationsbezogen ist. Das bedeutet, dass eine künstlerische Performance sich von traditionellen Kunstkonzepten entfernt und für sich selbst spricht. Die zeitlich begrenzte Handlung in einer bestimmten Situation zeichnet diese Kunstform aus. ‘Performance’ kann hier ‘Leistung’, ‘Darstellung’ oder auch ‘Durchführung’ bedeuten.

Performance Kunst zielt oft darauf ab, auf gesellschaftliche Missstände, heikle Themen oder auch nur auf die Kunstform selbst aufmerksam zu machen. Zudem ist sie selten zeitlich organisiert oder in ihrem Ablauf fest bestimmt. Vielmehr ist sie angelegt wie ein Experiment, dass sich im Laufe der Performance entwickelt und insofern ein starkes kreatives Element beinhaltet. Das Festhalten der Darstellung mit filmischen oder fotografischen Mitteln gehört häufig zum Experiment. Die dadurch entstehende Aufmerksamkeit ist wichtig für die Performance Kunst: Ohne einen Zuschauer kommt sie nicht aus. Zudem wird auf diese Weise eine Botschaft transportiert und dafür benötigt man nun mal einen Empfänger.

Die Ursprünge der Performance Kunst liegen in den 60er Jahren. Die 68er Bewegung hat sich oft mit solchen einzigartigen Aktionen Gehör verschafft. Das Herunterreißen von BH’s, um auf festgelegte Geschlechterrollen hinzuweisen, kann durchaus als Performance-Act gesehen werden. Aber nicht immer sollten gesellschaftliche oder politische Missstände angeprangert werden, mitunter sollten die Grenzen zwischen unterschiedlichen Kunstformen und der Wissenschaft aufgespalten werden.

Wie so oft richtet sich eine neue Kunstform, in diesem Fall die Aktionskunst, gegen alte, tradierte Formen, die aus avantgardistischer Sicht nicht zur Entwicklung der Kunst beitragen. Performance Kunst hat also auch emanzipatorische Elemente und steht symbolisch für die Überschreitung von Grenzen und das Abstreifen alter, staubiger Konventionen. Allerdings bleibt dann  Zuschauer völlig im Dunkeln, was die Motive der Performance oder des Künstlers angeht. Performance Kunst sollte also nicht Selbstzweck sein, sondern eher interaktiv organisiert werden.

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