Gustav Klimt
Gustav Klimt wurde am 14. Juli 1862 als zweites von sieben Kindern der Verbindung zwischen dem Goldgraveur Ernst Klimt d.Ä. und der Anna Rosalia Finster geboren. Zwei seiner Brüder, Ernst und Georg, wurden ebenfalls Künstler.
Ursprünglich war es angedacht, dass Gustav in die Fußstapfen seines Vaters tritt. Jedoch erhielt Gustav ein Stipendium, welches es im ermöglichte zwischen 1876 – 1883 in Wien Kunst zu studieren.
Klimt erntete schon früh Anerkennung für seine Werke. So wurde seine Innenansicht des alten Burgtheaters bereits 1890 mit dem sog. Kaiserpreis bedacht. Im Jahr darauf trat er dem Wiener Künstlerhaus bei, wo er bis 1897 verblieb. Zu dem Zeitpunkt gründete er zusammen mit anderen Künstlern die Wiener Secession, deren erster Präsident er auch von 1897-1899 war.
Auf der Pariser Weltausstellung 1900 wurde sein Gemälde „Philosophie“ mit einer Goldmedaille bedacht. Auch in der Folgezeit war Klimt sehr erfolgreich und hatte zahlreiche Ausstellungen in allen Metropolen Europas.
Klimt war zu Lebzeiten einer der beliebtesten, aber auch umstrittensten Künstler Europas. In den Wiener Salons schätzte man ihn ob seiner freizügigen Darstellungen junger Frauen. Er ist ohne Zweifel der bedeutendste Vertreter des Jungendstils in Österreich und nimmt auch international eine Spitzenstellung ein. Dennoch wurde ihm im deutschsprachigen Raum in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch viel Annerkennung verwehrt. Viele seiner Kritiker bezeichneten Klimts Werke als zu dekorativ.
Infolge eines Gehirnschlages verstarb Gustav Klimt am 6. Februar 1918 in Wien.
Mittlerweile erfreuen sich die Gemälde Klimts nicht nur bei der Masse hoher Beliebtheit, sondern erfahren auch die Anerkennung der deutschsprachigen Kritiker. Darüber hinaus gehören seine Werke heutzutage zu den teuersten der Welt.