Vincent van Gogh Teil 2

In der Zeit in Paris lernte Van Gogh auch das Stadtleben kennen und mochte es nicht besonders. In einem Brief an seinen Bruder Theo klagte er über eine schlechte Stimmung und den zu starken Konsum von Alkohol. Er habe sich fast kaputtgemacht in Paris. Als er in Arles (Südfrankreich) ankam, war es sein Verlangen die Farben des Südens zu sehen. Eigentlich war sein Ziel Marseille und Arles sollte nur eine Zwischenstation bleiben. Doch dort entwickelte es sich anders.

Arles war aus künstlerischer Sicht ein willkommener Ort. Zum einen malte er hier über 180 Gemälde in knapp anderthalb Jahren. Zum anderen knüpfte er dort mehr Kontakte als in anderen Städten zuvor, was wohl auch seiner seelischen Zufriedenheit gut tat. Zunächst malte Van Gogh landschaftliche Motive wie die Brücke von Langlois, später, als er Kontakt zu Einheimischen gefunden hatte, malte er auch viele Protraits. In Arles lernte er auch Eugene Boch kennen, den er sehr schätzte. Der Postmeister von Arles Joseph Roulin war Van Goghs häufigstes Motiv; Roulins Familie wurde auch oft portraitiert. Er gründete das Atelier des Südens. Es sollte eine Art Mallabor werden, in dem sich verschiedene Künstler trafen. Doch nur Paul Gauguin folgte seiner Einladung. Für ihn malte er unter anderem die Sonnenblumenbilder.

Die beiden eigenwilligen Personen verstrickten sich in einen Streit, der dazu führte, dass Van Gogh sich einen Teil des linken Ohres abschnitt. Dieser Vorfall war auch ein Hinweis auf eine Erkrankung, die damals als Epilepsie ‘erkannt’ worden ist. Aus heutiger Sicht ist jedoch eine psychische Erkrankung wahrscheinlicher. Zunächst kam er in ein Krankehaus, nach Beschwerden der Bürger von Arles wurde er jedoch in die Nervenheilanstalt Saint Remy eingeliefert. Dort war es ihm erlaubt zu malen, eine Therapie suchte man hier allerdings vergebens. In dieser Zeit konnte sein Bruder einige Werke auf Austellungen verkaufen und Van Goghs bekam erstmals Beachtung von Fachleuten, Künstlern und Kunstliebhabern.

Schließlich reiste er zu einem Arzt (Paul Gachet), der ihn bis zu seinem Tod mehr oder weniger betreute. Van Gogh starb Berichten zufolge an einer Kugel, die er sich selbst in Brust oder Bauch schoss. Insbesondere in den letzten Jahren war Van Gogh äußerst produktiv und vertiefte sich in die Malerei.

Zurück zu Teil 1

 

Kommentar abgeben: