Vincent van Gogh

Vincent van Gogh (1853 – 1890) gilt als einer der berühmtesten Maler weltweit. Er hinterließ über 800 Gemälde, 1000 Zeichnungen und eine Vielzahl an Briefen, die auch als Interpretationshilfen zu seinen Werken dienen. Van Gogh wird als Vater der modernen Malerei gesehen und der Stilrichtung des Post-Impressionismus zugerechnet. Er hatte nie eine richtige Kunstausbildung erhalten und eigente sich alle Kenntnisse autodiktatisch an.

Nachdem Van Gogh beruflich nicht besondes erfolgreich war und eine wechselhafte Zeit erlebte, entschloss er sich erst mit 27 Jahren Maler zu werden. Vorher brach er die Schule trotz guter Noten ab, versuchte sich als Kunsthändler im Geschäft seines Onkels und als Theologie-Student und Pfarrer. Alle Versuche waren zum Scheitern verurteilt. Sein Interesse an Kunst und Malerie war jedoch ungebrochen. Schließlich begann er damit, Kunstbücher zu lesen, Kopien und erste eigene Zeichnungen anzufertigen. Als Van Gogh nach Brüssel zog, schrieb er sich dort an der Kunstakademie ein (ohne Abschluss) und küpfte erste Kontakte zu Künstlern wie Anthon van Rappard. Von ihm erhielt Van Gogh nebenbei Unterricht in Malerei.

Van Gogh war zeitlebens von sozialen Ideen fasziniert und identifizierte sich stark mit ärmeren Schichten der Bevölkerung. Seine Hauptmotive waren landschaftliche Bilder, Arbeiter und Bauern. Das Gemälde “Die Kartoffelesser” gilt als das Hauptwerk der ersten Periode von 1880 bis 1885. Nachdem er erst einige Monate in Antwerpen verbrachte, besuchte er seinen Bruder Theo in Paris – das damalige Zentrum der Kunst -. Dort verbrachte er zwei Jahre und lernte den Impressionismus kennen. Er organisierte kleinere Austellungen, die jedoch ohne finanziellen Erfolg blieben. Anschließend machte er sich gen Süden auf und malte dort unzählige Gemälde, die heute bekannt sind für ihre hellen und heiteren Farben.

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