Minimalismus

Der Minimalismus war in den frühen sechziger Jahren eine Gegenbewegung zur Malerei des abstrakten Expressionismus. In den Bereichen der bildenden Kunst wie Malerei, Objektkunst und Bildhauerei und auch später in der Architektur war der Minimalismus überaus populär.

Minimalistische Künstler konzentrieren sich auf die Objektivität, die Klarheit und die Logik, die das Werk ausdrückt oder ausdrücken soll. Charakteristisch für solche Werke ist die Reduktion auf das Wesentliche, die geometrische Ordnung und die wiederkehrenden Strukturen dieser Ordnung. Oftmals kommen auch Materialien zum Einsatz, die sonst in der Industrie ihre Verwendung finden. Dazu gehören Stein- und Metallplatten, Stahlrahmen und sogar Neonröhren.

Die Künstler dieser Stilrichtung arbeiten mit ganz eigenen Regeln und Stilmitteln. Mitunter wird Kunst als dreidimensional aufgefasst, was dann auch durch die Werke zum Ausdruck kommt. Dreidimensionale Objekte, die mit dem Raum und den darin realisierbaren Formen spielen, sind keine Seltenheit. Auch die überdurchschnittliche Vergrößerung solcher Objekte spielt eine Rolle in der minimalistischen Kunst.

Der Begriff “Minimalismus” wurde geschaffen von dem britischen Philosophen und Kunstkritiker Richard Wollheim, der jedoch ursprünglich eine andere Art der Kunst im Sinn hatte. Auch Donald Judd, einer der Hauptvertreter des Minimalismus, prägte den Begriff, indem er eine eigene Interpretation vorschlug: Es gehe darum, der Farbe eine plastische Form zu geben, um in den Raum wirken zu können.

Minimalistische Kunst wurde als ein amerikanisches Projekt verstanden, das sich abgrenzen sollte gegenüber anderen europäischen Stilrichtungen. Aber einige europäische Künstler könnte man ebenso als minimalistisch bezeichnen, da sie die Reduktion auf geometrische Formen in ihre Werke einfließen ließen. Die Wirkungen des Minimalismus war enorm: So haben Architekten und Designer verschiedenster Stilrichtungen den Minimalsmus als wertvolle Inspirationsquelle genutzt.

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